Elternberatungsstelle für Kitas

Am 19.10. hat der Jugendhilfeausschuss es endlich geschafft und die Elternberatungsstelle für Kitas beschlossen. Was sich genau dahinter verbirgt und was das für Eltern bedeutet, erklären wir euch in diesem Beitrag.

Wer hat die Elternberatungsstelle initiiert?

Bereits Ende 2016 wurde die Verwaltung in einem Haushaltsbegleitbeschluss vom Stadtrat angewiesen, ein Konzept für eine Trägerunabhängige Elternberatungsstelle für Kitas zu entwickeln.

Dieser Aufforderung ist die Verwaltung nachgekommen und hat ein Konzept entwickelt, dass jetzt endlich, fast ein Jahr später, vom Jugendhilfeausschuss abgesegnet wurde.

Wie ist das Konzept entstanden?

Zur Entwicklung des Konzeptes hat der Eigenbetrieb eine Arbeitsgruppe gegründet. Alle freien Träger sowie auch wir waren aufgefordert, uns an dieser Arbeitsgruppe zu beteiligen, um gemeinsam das Konzept zu entwickeln. Beteiligt haben sich letztendlich neben uns noch zwei Vertreter der freien Träger sowie die Verwaltung und Vertreterinnen des örtlichen Träges.

Über mehrere Sitzungen hinweg wurde gemeinsam das Konzept entwickelt und abgestimmt. Anschließend ist es in den Verwaltungsverlauf gekommen, wurde später im Jugendhilfeausschuss zurückgestellt, mit der Bitte der freien Träger um Überarbeitung.

In einer weiteren AG-Sitzung mit erweitertem Teilnehmerkreis wurden dann noch ein paar geringfügige redaktionelle Änderungen eingearbeitet, bevor es endlich am 19.10. den Weg durch den Jugendhilfeausschuss geschafft hat.

Wie wird die Stelle ausgestattet

Für 2017 und 2018 wurden jeweils 100.000 Euro für die Stelle in den Haushalt eingestellt.

Besetzt werden soll die Stelle von paritätisch von zwei kompetenten Menschen, die bereits intensive berufliche und fachliche Erfahrungen im Kitabereich haben.

Für wen ist die Beratungsstelle da?

Für alle Eltern mit Kindern in einer Kita (Krippe, Kindergarten, Hort), die irgendein Anliegen in dem Bereich haben.

Was soll die Stelle tun?

Kommen wir jetzt zu dem besonders interessanten Teil. Was ist eigentlich die Aufgabe dieser Stelle?

In dieser Hinsicht der Name „Elternberatungsstelle“ etwas unglücklich geraten, denn mit einer solchen Stelle assoziiert man eher so etwas wie eine Beratung in Erziehung und Beziehungsfragen. Tatsächlich soll es bei dieser Stelle ausschließlich um Kitabelange gehen. Der endgültige Name der Stelle wird dann am Ende sicher ein anderer sein.

So, was sind nun die Aufgaben?

Informieren: Die Stelle soll eine Art Lotsenfunktion einnehmen und genau wissen, wie Kita in Dresden funktioniert, wie die Strukturen aufgebaut sind, wer wie wo wofür zuständig ist. Sodass Eltern kompetent immer dorthin weitervermittelt werden können, wo sie genau den richtigen Ansprechpartner finden.

Außerdem im Fokus:

  • Eltern- und Kinderrechte
  • Fragen der Elternbeteiligung und Elternmitwirkung
  • relevanten Ansprechpartnern bzw. Beratungsangeboten
  • Angeboten und Möglichkeiten der Elternbildung

Beraten: Die Beratungsstelle soll Eltern auch umfassend zum Thema Kita beraten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Elternrechte und die Elternratsarbeit. So soll der Aufbau und die Arbeit von Elternvertretungsgremiuen auf Ebene der Einrichtungen bzw. Träger von Kindertageseinrichtungen gefördert und unterstütz werden.

Aber für andere Probleme und Themen können die Mitarbeiter der Stelle in Anspruch genommen werden, solange es um Kita geht.

Moderieren: Des weiteren kann die Elternberatungsstelle als Moderator für Entwicklungsprozessen der Elternbeteiligung bereitstehen oder auch Prozesse der Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen Eltern moderieren. Das allerdings nur, wenn es von beiden Seiten gewollt ist.

Des weiteren sollen Veranstaltungen zu relevanten Themen sowie Workshops zur Arbeit von Elternbeiräten durchgeführt werden.

Insgesamt ist das Konzept nur ein grobes Konzept, das ihr auch nochmal hier nachlesen könnt. Interessant wird, wie der zukünftige Träger dieses Konzept konkret ausarbeiten und untersetzen wird.

Wie geht es jetzt weiter?

Nach der Zustimmung des Jugendhilfeausschusses warten wir aktuell noch auf die Ausschreibung für die Trägerschaft der Stelle Seitens der Verwaltung. Ist die Ausschreibung raus, besteht in der Regel eine Frist von 4 bis 6 Wochen, in der sich interessierte Träger mit einem Konzept für die Stelle bewerben können. Die Kandidaten werden dann in den Unterausschuss Kita eingeladen, wo sie sich und ihr Konzept vorstellen und noch ein paar Fragen beantworten müssen.

Der Unterausschuss wählt dann über ein Punktesystem sein Favoriten aus und gibt dann eine Beschlussempfehlung an den Jugendhilfeausschuss weiter, welcher dann schlussendlich über die Vergabe der Trägerschaft entscheidet.

Die Hoffnung ist, dass das alles noch 2017 über die Bühne geht, damit die Stelle 2018 ihre Aufgabe in Angriff nehmen.

 

Und hier geht es zum Konzept für eine Elternberatungsstelle für Kitas.

 

 

Foto: © marimari1101, Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 , Quelle: pixabay

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